Wie kann ich die finanzielle Freiheit erreichen?

Der erste und wichtigste Schritt, um die finanzielle Freiheit zu erreichen ist: Selber nachdenken und sich von gewohnten Denk- und Handlungsmustern verabschieden. Jede Entscheidung gründlich durchdenken und am Besten nicht künstlich unter Druck setzen lassen, dann kannst Du im Lauf der Zeit Selbstbewusstsein aufbauen.

Sich selber informieren ist der erste Schritt zur finanziellen Freiheit

finanzielle Freiheit

Jahrzehntelang wurden die Beratungsleistungen der Banken sehr intransparent abgerechnet. An verschiedenen Stellen im Verkaufsprospekt oder auf einem Orderformular wurden prozentuale Wert genannt, die Entgelte in „klaren Ziffern“ sind meistens klein gedruckt oder in einer separaten Kosteninformation enthalten. Die meisten Bankkunden lesen gar nicht, in was sie investieren.

Deshalb gibt es weiterhin ganze Marktsegmente wie Staatsanleihen oder Kapitallebensversicherungen, die durch geringe Rendite den Weg in die finanzielle Freiheit leider erschweren. Der Garantiezins bzw. Höchstrechnungszins von Lebensversicherungen liegt – vor Gebühren – weit unter einem Prozent und damit unterhalb der Inflationsrate. Vier oder fünf Jahre laufende Staatsanleihen liegen sogar unter Null Prozent.

Deshalb ist der bedeutendste Schritt auf dem Weg in die finanzielle Freiheit, dass Du Dich selber informierst. Sauge erst einmal wie ein Schwamm möglichst viele Informationen auf. Neben allgemeinen Informationen über die Entwicklung der Märkte können es Webseiten sein, die sich der Bildung von Wissen verschrieben haben.

Du solltest zudem den fundamentalen Unterschied zwischen einem kurzfristig orientierten Sparen mit einem Ansparziel und einem langfristigen Investieren verstehen. Das Ziel der zweitgenannten Strategie: Neben den Einnahmen aus nichtselbständiger „Angestellten“-Tätigkeit oder Selbständigkeit bedeutet Investieren eine Einzahlung heute und eine erheblich höhere Auszahlung nach einigen Jahren.

Finanzielle Freiheit wird dann möglich, wenn Geld investieren einen zusätzlichen Einnahmestrom generiert

Die finanzielle Freiheit solltest Du dadurch vorbereiten, dass Du Dir einen historischen Überblick über die bisher erzielbaren Renditen verschaffst. Hier kann man einen Unterschied zwischen Bankprodukten und Investments an der Börse machen.

Sichere Geldanlagen

Mit einem Tagesgeld, Festgeld oder auch einer Bankschuldverschreibung würdest Du die Bank mit Liquidität versorgen. Die Bank würde Dein Geld mehrfach für die Kreditvergabe verwenden oder selber investieren. Beinahe unabhängig von der Konjunkturlage würdest Du nur diejenigen Guthabenzinsen vereinnahmen können, die mit dem Produkt verbunden sind. Derzeit stehen meist Zinssätze vor dem Komma, die unterhalb der Inflation liegen. Aus investierten 1.000 Euro wird damit – gerechnet in aktueller Kaufkraft –

von Jahr zu Jahr immer weniger.

Aktien

Investierst Du in Aktien so kannst Du mit Aktien gleichzeitig mehrere wertvolle Bausteine für die finanzielle Freiheit erlangen: Mit Ausnahme von sehr kurzfristigen Rücksetzern entwickeln sich die Börsen meist nach oben. Dies bedeutet: Wenn Nestlé, Allianz oder die großen Pharmaunternehmen wachsen, dann wird deren Buch- oder Substanzwert dementsprechend regelmäßig mitwachsen. Auf dem Depotauszug siehst Du – schon im Jahresvergleich – einen deutlichen Wertzuwachs. Bei Online-Brokern kannst Du Dir auch tagesaktuell die Kaufkurse und die aktuellen Werte anzeigen lassen.

Dividenden

Eine zweite Quelle des Vermögenszuwachses sind die quartalsweisen (US-Aktien) oder jährlichen (meist bei deutschen Aktien) Auszahlungen aus dem Jahresertrag der Unternehmen. Die Zahlung einer möglichst angemessenen Dividende liegt auch im Interesse des Unternehmens: Durch eine hohe Dividende wird die Aktie für Anlegerinnen und Anleger noch attraktiver. Neben einem hohen Buchwert und einem guten Kurs-Gewinn-Verhältnis ist für viele Investoren die Dividendenrendite ein wesentliches Entscheidungskriterium.

Im Lauf der Zeit kannst Du zudem durch das Reinvestieren der Dividende die Steigung des Wertzuwachspfades erhöhen und den Vermögensaufbau noch mehr beschleunigen.

Absolutes No-Go: Teure Abos abschließen und Aktien von unbekannten Unternehmen erwerben

Wenn Du Dich für die finanzielle Freiheit durch das Investment in Aktien entschließen möchtest, dann solltest Du auch daran denken, dass es – wie überall wo es um Geld geht – auch diejenigen gibt, die andere Anlegerinnen und Anleger schlichtweg nur abkassieren möchten. Ohne einen langfristigen Erfolgsplan vorweisen zu können. Deshalb Vorsicht vor allen, die ganz kleine Aktiengesellschaften pushen. Insbesondere dann, wenn ihre Geschäftsmodelle nicht erprobt sind und sie auf keine langfristige Erfolgsgeschichte zurückblicken können.

Erfolgreiche Investments nachbauen: Die besten Aktien eines Indexes finden

Bei der Auswahl der Aktien könntest Du so vorgehen, dass Du die ersten Schritte so gestaltest, dass Du viel Ertrag generierst und das „Abwärtsrisiko“ begrenzt ist. Du könntest Dir beispielsweise den DAX 30 ansehen und die Kursentwicklung der letzten fünf Jahre als Chart darstellen (im Internet sehr schnell darstellbar). Nehme dann als anfängliches Investment eine der besseren Aktien, die Du entweder monatlich mit einer Art Sparplan ansparen kannst oder aber auch bei einem der Direktbroker von den Neukunden-Konditionen profitieren könntest.

Bei Ordergebühren um die 3,90 Euro im Direkt- bzw. Livetrading kann es sich durchaus lohnen, alle drei oder vier Monate den Bestand zu erhöhen bzw. nachzukaufen.

Bildquelle: kschneider2991 – Pixabay.com