Wie kann man vermögenswirksame Leistungen anlegen?

Viele Arbeitgeber bieten ihren Arbeitnehmern vermögenswirksame Leistungen an, kurz VL oder VWL genannt, um damit zum Vermögensaufbau der Mitarbeiter beizutragen. Diese Leistungen werden zum Arbeitslohn dazu bezahlt, allerdings bestehen keine gesetzlichen Verpflichtungen. Diese vermögenswirksame Leistungen können dann vom Arbeitnehmer in einen zuverlässigen Bausparvertrag einbezahlt werden.

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Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Bausparvertrag kündigen - Was gibt es zu beachten?Sparer die eine sichere Anlageform für ihre vermögenswirksame Leistungen suchen, können die Vorteile des Bausparens damit nutzen. So kann die Leistung mit der Arbeitnehmersparzulage zusammen in einen Bausparvertrag investiert werden. Die Beiträge des Arbeitgebers gehen dann auf das Anlagekonto bei einer Bausparkasse direkt ein. Eine Auszahlung auf das Girokonto des Arbeitnehmers ist somit nicht möglich.

Was aber versteht man eigentlich unter einer vermögenswirksamen Leistung? Das sind freiwillige Zahlungen des Arbeitgebers an seinen Mitarbeiter. Es gibt Tarifverträge, wo dieses Recht schon fest verankert ist. Dennoch können auch Mitarbeiter die vermögenswirksame Leistungen nutzen, ohne dass diese im Tarifvertrag festgehalten wurden. Generell zahlen Arbeitgeber diese VL stets freiwillig. Diese spezielle Form des Sparens wird durch die Arbeitnehmersparzulage staatlich gefördert.

Bausparvertrag mit vermögenswirksamen Leistungen bringt Planungssicherheit

Die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen richtet sich nach den Vereinbarungen im Arbeitsvertrag. In aller Regel werden maximal 40 Euro ausbezahlt, der Arbeitgeberanteil beträgt 26 Euro. Dazu kommen dann noch eventuell Zahlungen aus einer staatlichen Förderung. Der Arbeitnehmer kann zu dieser vermögenswirksamen Leistung noch zusätzliche Einzahlungen auf den Bausparvertrag leisten, damit die Zuteilung des Bauvertrages schneller erreicht und die auszuzahlende Bausparsumme höher ist.

Der Staat fördert die Einzahlungen in einen Bausparvertrag mit 9 % Arbeitnehmer-Sparzulage und 8,8 % Wohnungsbauprämie. Die Laufzeit eines Bausparvertrages beträgt 7 Jahre. Werden höhere Einzahlungen vorgenommen, verkürzt sich die Anspardauer. Mit geringen Sparbeiträgen kann die Ansparzeit sogar auf 10 Jahre verlängert werden.

Auch Ehepaare können einen Bausparvertrag mit vermögenswirksame Leistungen abschließen. Dann wird die VL von Beiden in den Bausparvertrag einbezahlt. Damit erhöht sich bei Ehepaaren der Förderbetrag, egal ob beide Partner in einen oder in zwei verschiedene Verträge einzahlen. Die Einkommensgrenze für die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt für den einzelnen Arbeitnehmer 17.900 Euro, für einen verheirateten Arbeitnehmer 35.800 Euro.

Freie Wahl der Bausparkasse

Ein Bausparvertrag wird vom Arbeitnehmer abgeschlossen, so dass er bei der Wahl der Bausparkasse freie Hand hat. Er muss dann lediglich seinem Arbeitnehmer den Vertrag vorlegen, damit dieser ihn bestätigt. Außerdem muss für die Überweisungen ein Konto angegeben werden. Somit kann der Bausparer seinen Vertrag ganz nach seinen Vorstellungen gestalten. Ebenso ist das Bausparziel frei wählbar, es muss nicht zwingend ein Bausparvertrag mit Ziel von Anlagegewinn abgeschlossen werden.

Mit dem Bausparvertrag, der mit vermögenswirksame Leistungen angespart wird, erhält der Arbeitnehmer eine sichere Anlageform. Es entsteht eine große Zinssicherheit für später. Außerdem stellt ein zinsgünstiges Bauspardarlehen eine sehr sichere Planungsgrundlage dar. Der Bausparvertrag kann ganz individuell angespart werden, auch mit regelmäßigen Sonderzahlungen.

Zusätzliche Info: Wer die Wohnungsbauprämie beantragt, der muss das Bausparguthaben auch in einen Wohnungsbau stecken, andernfalls muss die Prämie zurückbezahlt werden.