Was ist ein P-Konto bzw. Pfändungsschutzkonto?

Das Pfändungsschutzkonto wird auch als P-Konto bezeichnet und kann von jedem Kontoinhaber eröffnet werden. Um die Eröffnung in die Wege zu leiten, muss der Kontoinhaber einen Antrag bei seiner Bank stellen. Bei diesem Vorgang wird das Girokonto in das Pfändungsschutzkonto umgewandelt. Bei dem P-Konto handelt es sich um ein Girokonto, welches für den normalen Zahlungsverkehr benutzt wird.

Wenn eine Pfändung des Girokontos ansteht, dann bietet das P-Konto einen zuverlässigen Schutz. Seit dem Jahr 2017 dürfen die Kontoinhaber eines Pfändungsschutzkontos jeden Monat einen Betrag von 1.133,80 behalten und für sich nutzen. Außerdem können weitere Beiträge wie Kindergeld mit bestimmten Nachweisen beibehalten werden.

Mit dem Pfändungsschutzkonto sind die Verbraucher auf der sicheren Seite, denn von diesem Konto dürfen die Gläubiger keine bestimmten Beträge abheben. Bei einem normalen Girokonto ist dieser Schutz nicht enthalten und die Gläubiger dürfen alle Geldbeträge abheben, sie sie benötigen.

Vor allem die Empfänger von Sozialleistungen können von dem P-Konto profitieren. In diesen Fällen werden die Verbraucher vor möglichen Verrechnungen mit Kontoüberziehungen geschützt. Ein P-Konto kann sich auch bei Selbstständigen lohnen, welche vor einer Insolvenz stehen und eine Kontopfändung befürchten müssen.
Die Verbraucher ohne Schulden oder bevorstehende Pfändungen profitieren nicht von einem P-Konto und müssen dieses in der Regel auch nicht beantragen.

Was muss bei einem Pfändungsschutzkonto beachtet werden?

Was ist ein P-Konto bzw. Pfändungsschutzkonto

Das P-Konto schützt die Verbraucher vor möglichen Pfändungen durch die Gläubiger. Der geltende Freibetrag wird jedes Jahr aktualisiert und darf von den Kontoinhabern einbehalten werden. Mit dem monatlichen Freibetrag dürfen die Verbraucher frei verfügen und dieses Geld abheben oder überweisen. Jede Person kann nur ein einziges P-Konto eröffnen und führen. Es können keine zwei oder drei P-Konten von der gleichen Person geführt werden.

Die Eröffnung des Pfändungsschutzkontos kann von jeder Bank durchgeführt werden. Die Umwandlung kostet für den Kontoinhaber kein Geld und sollte innerhalb von vier Tagen vollzogen werden. Auch das so genannte Basis-Konto kann als ein P-Konto geführt werden.

Die Gläubiger dürfen dann Geld von dem P-Konto abheben, wenn der geltende Freibetrag überschritten wurde. Außerdem sollten die Verbraucher unbedingt darauf achten, dass das Geld jeden Monat abgehoben wird. Wenn das Geld nicht abgehoben wird und auf dem P-Konto verbleibt, dann darf es bereits im nächsten Monat von den Gläubigern eingezogen werden.

Dabei spielt es auch keine Rolle mehr, ob es sich um einen geltenden Freibetrag handelt. Wenn eine einmalige Sonderzahlung zu erwarten ist, dann sollten die Bürger schnell handeln und einen entsprechenden Antrag bei der vollstreckenden Behörde stellen. Diese Einmalzahlung darf in der Regel behalten werden und muss nicht an die Gläubiger ausgezahlt werden.

Die Verbraucher dürfen auf das P-Konto kein Geld einzahlen, da jeder Geldeingang zum Freibetrag dazu gerechnet wird. Dann können die Gläubiger schnell handeln und die benötigten Summen vom P-Konto abheben.

Über welche Leistungen verfügt das Pfändungsschutzkonto?

Das P-Konto kann als normales Girokonto geführt werden und kann für Überweisungen, Lastschriften und Barabhebungen genutzt werden. Dennoch können den Verbrauchern einige Nachteile entstehen. Den Kontoinhabern können zum Beispiel einige Bankdienstleistungen verwehrt werden, wenn diese eine bestimmte Bonität enthalten müssen. Möchten die Kontoinhaber zum Beispiel eine neue Kreditkarte beantragen, dann kann dieser Antrag auch abgelehnt werden.

Wenn weitere Leistungen von der Bank gesperrt wurden, dann können die Kontoinhaber einen Widerspruch einlegen und um die weitere Anspruchsnahme dieser Leistungen bitten. Die Banken sind in der Regel dazu verpflichtet, auch bei eröffneten P-Konten verschiedenen Leistungen anzubieten und eine kostenlose Nutzung dieses Kontos zu ermöglichen. Die Banken dürfen für die P-Konten keine gesonderten Gebühren verlangen.

Außerdem sollten die Verbraucher das Online-Banking, das kostenlose Abheben an den Bankautomaten, das Tätigen von Überweisungen und die Nutzung des Terminals wie bei einem normalen Girokonto nutzen können. Diese Leistungen gehören zu jedem P-Konto dazu.