Was ist Daytrading und was macht Daytrading zu dem, was es ist?

Daytrading ist ein Begriff, der mittlerweile durchaus bekannt ist. Aber was genau ist Daytrading eigentlich und was macht es zu dem, was es ist? Spielen hier die möglichen Gewinne oder vielmehr der Nervenkitzel eine Rolle? Nicht selten wird Daytrading mit dem Investieren verglichen. Der folgende Artikel verschafft Klarheit und klärt alle Fragen rund um das Daytrading auf.

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Definition: Was ist Daytrading?

Daytrading an der Börse

Grundsätzlich lässt sich relativ einfach erklären, was Daytrading ist. Dabei handelt es sich nämlich um nichts weiter als den Verkauf von Wertpapieren innerhalb von einem Handelstag. Sollten Sie sich mit diesem Thema auskennen, sind Sie vermutlich zu Recht verwundert. Das Geschäft, welches beim Daytrading betrieben wird, spielt sich in den seltensten Fällen innerhalb von einem Tag ab, sondern entscheidet sich binnen weniger Minuten oder Sekunden.

Um als Trader erfolgreich zu sein, benötigen Sie aus diesem Grund eine große Portion an Entscheidungsfreude. Sollten Sie sich anhand von Unternehmensmeldungen nicht schnell entscheiden können, so sind Sie für dieses Business kaum geeignet. Trader müssen nämlich innerhalb kürzester Zeit entscheiden, ob eine bestimmte Nachricht den Verkauf oder Kauf wert ist.

Werden diese Entscheidungen nicht oder gar falsch getroffen, kann es passieren, dass Sie einen zu hohen Kurs eingebucht bekommen und einen Verlust realisieren müssen. Durchdachte Trading Strategien sind hier wichtig und sinnvoll.

Die Geschichte des Daytradings

BörseWie zu erwarten sind die Ursprünge des Daytradings in der New Yorker NASDAQ-Börse zu finden. Sie stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung des computerisierten Börsenhandels, der 1971 begann. Die Möglichkeit des Daytradings wurde durch ein Kleinordersystem 1985 gefördert.

Für Privatanleger ist das Daytrading in den USA seit 1996 erlaubt, sodass es mittlerweile ein Wachstumssegment des Börsenhandels darstellt. Rund 15% der täglichen Aktiengeschäfte an der NASDAQ machte das Daytrading mit privaten Tradern im Jahr 2000 aus.

Die deutsche Rechtslage

Seit November 2007 werden auch taggleiche Geschäfte erfasst, was an dem geltenden Recht liegt, welches die Derivate im Wertpapierrecht um „finanzielle Differenzgeschäfte“ erweitert hat. Dies führte dazu, dass nun auch die Schutzwirkungen für Finanztermingeschäfte greifen sowie die gleichen Schadensregelungen gelten, die auch bei anderen Finanztermingeschäften gelten.

Was sind die Risiken des Daytradings?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Risiken des Daytradings, also beim taggleichen Verkauf und Kauf von Wertpapieren immer dieselben sind wie bei allen anderen Zeithorizonten. Trotzdem sind die Wertschwankungen innerhalb eines Tages deutlich geringer als Schwankungen, die über einen längeren Zeitraum hinweg betrachtet werden.

Daraus ergibt sich, dass Positionen oftmals gehebelt werden müssen. Zwar steigt dadurch auch die Höhe des potentiellen Verlustes, dennoch ist dies die einzige Möglichkeit, Profit zu machen. Dies ist allerdings nicht der einzig kritische Faktor, denn die Reaktionszeit stellt ein weiteres Risiko dar.

Das gilt übrigens nicht nur für die menschliche Reaktionszeit, sondern auch für die, der technischen Geräte. Kein Wunder also, dass die Server der Hochfrequenzhandelssysteme in der Nähe des Börsenplatzes untergebracht sind. Rund 70% der Privatanleger erleiden beim Daytrading Verluste. Im Zeitraum von acht Monaten betrug der durchschnittliche Gewinn laut einer Studie $ 22.000.

Bei dieser Studie wurden 124 Konten überwacht. Nur zwei Personen dieser 124 Konten, die überwacht wurden, konnten eine Gewinnsumme erzielen, die über § 100.000 lag.