Die Rente – Das Risiko von Einkommenslücken reduzieren

2040 wird das Brutto-Rentenniveau nur noch 39 Prozent des Durchschnittseinkommens betragen, und auch bei Gutverdienern ist der Bezug nach oben hin gedeckelt. Deshalb rückt die durchdachte und kostengünstige private Altersvorsorge immer stärker in den Fokus.

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Die Rente ist sicher, das ist einer der bekanntesten Politiker-Sätze der vergangenen Jahrzehnte. Geprägt hat ihn der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm. Und Unrecht hatte der CDU-Politiker damit nicht, denn bislang ist die Rente tatsächlich sicher – aber genauso sicher ist auch, dass die gesetzliche Rente immer weniger wird. 2040 wird das Brutto-Rentenniveau nur noch 39 Prozent des Durchschnittseinkommens betragen.

Immer weniger Rente auf dem Konto

immer weniger Rente wird es gebenWas das fürs Konto heißt, kann jeder Arbeitnehmer leicht für sich errechnen. Geht er 2040 in Rente und hat durchschnittlich 2500 Euro brutto verdient, steht ihm nur noch rund 730 Euro Brutto-Kaufkraft durch seine gesetzliche Rente zur Verfügung. Das ist natürlich ein herber Einschnitt und führt zum Teil zu erheblichen Einkommenslücken – gerade dann, wenn man aufgrund seines Einkommens einen hohen Lebensstil gewohnt ist.

Zudem ist die gesetzliche Rente nach oben gedeckt: Die rechnerische Höchstrente liegt bei 2742 Euro im Monat. Also muss selbst derjenige, der 45 Jahre lang jedes Jahr über die Beitragsbemessungsgrenze von 72.600 Euro hinaus verdient und damit den Höchstsatz in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat, mit hohen Abschlägen zu seinem vormaligen verfügbaren Einkommen leben – 50 oder mehr Prozent sind bei Gutverdienern keine Ausnahme.

Das schränkt die Lebensqualität ein, denn gerade im Ruhestand haben die Menschen mehr Zeit, sie wollen reisen, genießen und die nächste Generation fördern und versorgen. Es ist aufgrund dieser Entwicklung wichtig, dass sich die Menschen um die private Altersvorsorge kümmern. Nur durch eine strukturierte eigene Absicherung können sie das Risiko von Einkommenslücken reduzieren und einen adäquaten Lebensstandard erhalten.

Private Altersversorgung als Ausweg?

Private Altersversorgung als AuswegDabei kommt es aber auf eine ganze Reihe an Punkten an, um die private Altersversorgung sinnvoll und gewinnbringend zu gestalten. Zum einen ist es wichtig, dass das Geld nicht genutzt wird, um herkömmlichen Produktvertrag abzuschließen. Dann fallen zum Teil sehr hohe Gebühren an, eine spätere Kündigung ist schwierig und teuer. Und aufgrund des bekannten Niedrigzinsumfeldes werfen Lebens- oder Rentenversicherungen kaum noch Rendite ab, sodass sie sich als Investment für die Anleger de facto nicht mehr lohnen.

Ebenso entscheidend ist eine genaue Planung der Einzahlungen und Ausschüttungen. Ergibt es Sinn, einen monatlichen Sparplan abzuschließen oder eher eine Einmalzahlung zu leisten, die dann bei passenden Gelegenheiten aufgestockt wird? Wird das Geld später auf einmal benötigt oder bietet sich eine monatliche Auszahlung als laufendes Einkommen an? Und für wie lange muss das Geld eigentlich reichen?

Will der Vermögenseigentümer bis zum Lebensende abgesichert sein und für den Fall seines früheren Versterbens auch noch seinen Lebenspartner absichern? Oder kalkuliert er nur einen Bezug von 20 Jahren ein – alles Weitere müsse man dann sehen? Dabei darf man nicht vergessen, dass ein fünf Jahre längerer Bezug bei einem monatlichen Kapitalbedarf von 1500 Euro aus der privaten Rente dazu führt, dass 90.000 Euro mehr vorhanden sein müssen als ursprünglich geplant.

Private Altersversorgung abseits der von Lebens- oder Rentenversicherungen gesäumten traditionellen Pfade ist also dringend geboten – am Markt existieren genügend Angebote, gewinnbringend und zielorientiert fürs Alter zu sparen und sein Geld durch Aktien und andere Instrumente zu sichern und zu mehren. Und es gilt: Die geringe Gebühr bei der Geldanlage ist der erste Gewinn für den Sparer.

Über den Autor:

Sascha Wortmann ist Inhaber der Wortmann Finanzen & Beratung (www.wortmann-fin.de) in Mönchengladbach und berät private und institutionelle Anleger bei allen Fragen rund um Finanzen und Versicherung. Dabei konzentriert er sich mittels individueller Lösungen besonders auf Aufbau und Absicherung von Vermögen und berät Anleger bei der langfristigen Strukturierung ihres Kapitals. Sascha Wortmann begleitet seine Kunden eng und sucht regelmäßig das Gespräch – auch um das Bauchgefühl bei allen Entscheidungen zu verbessern.