Die Kryptowährung Ripple im Überblick

Mittlerweile ist Ripple nach Bitcoin und Ethereum die Nummer drei am Kryptomarkt mit 50 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung (Stand 20.02.2018). Der Ripple – auch „Bitcoin für Banken“ genannt – setzt hierbei beim Thema „grenzüberschreitender Zahlungsverkehr für Banken“ an.

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Was verbirgt sich hinter Ripple?

Um etwas vorauszuschicken: Es gibt zwei Dinge, die man unbedingt über Ripple wissen muss. Den Namen Ripple trägt sowohl die Kryptowährung XRP als auch das Unternehmen Ripple Labs hinter der Währung mit dem von ihm entwickelten Transaktionsprotokoll RTXP.

Das Unternehmen Ripple Labs

Kryptowährung RippleDas Unternehmen Ripple Labs wird von mehreren Investoren getragen, darunter z.B. Google Ventures oder IDG Technology Venture Investment Fund. Ripple Labs hat sich zum Ziel gesetzt, sich als eigener Devisenmarkt und Peer-to-Peer-Zahlungsmethode zu etablieren. Hierfür versucht es ein Problem des staatlichen, etablierten Finanzsystems zu lösen. Wenn Banken über Ländergrenzen hinaus Geld transferieren, dann verwenden sie das ineffiziente SWIFT Protokoll aus den 70er Jahren.

Hier bietet Ripple Labs eine Lösung, mit dem von ihm entwickelten Transaktionsprotokolls RTXP, an, indem es ein grenzenloses „Finanznetzwerk“ ermöglicht. Transaktionsgebühren fallen praktisch nicht an, Übertragungs- bzw. Transportverzögerungen gibt es nicht, der Transfer von Werten (Fonds, Fiat-Geld etc.) ist in Echtzeit möglich.

Ripple Labs ermöglicht Finanzinstituten weiterhin den Austausch von unterschiedlichen Währungen, von Kryptowährungen und von alternativen Zahlungsformen, wie z. B. von Vielfliegermeilen.

Die Ripple-Währung XRP dient hierbei als Medium für das Transaktionsprotokoll, d.h. man muss den XRP benutzen, um eine bestimmte Dienstleistung von Ripple Labs in Anspruch nehmen zu können.

Ripple als Kryptowährung (XRP)

Ripple und andere Kryptowährungen handelnXRP kann zwar wie Bitcoin und Ethereum gehandelt werden, jedoch wird es nicht durch Mining von der Community erzeugt. Insgesamt existieren rund 100 Milliarden XRP-Token, die von Ripple Labs zu Beginn erschaffen wurden und auf diese Anzahl begrenzt sind. Aktuell sind knapp 40 % ausgegeben. Vorgesehen ist, 50 % zur Eigenfinanzierung und Entwicklung von Ripple Labs einzubehalten und den Rest auszugeben.

So werden von Ripple Labs monatlich 250 Millionen XRP verkauft. Im Gegensatz zu Bitcoin und Co. kommt der Gesellschaft hinter der Kryptowährung also eine wichtige Rolle bei der Verteilung und dem Wert der Währung zu.

Als Basiswährung für das Transaktionsprotokoll dient XRP als Brückenwährung zu anderen Währungen, um den Austausch zwischen den Währungen so einfach wie möglich zu machen. Es kann hierbei entweder zur Wertaufbewahrung oder als Handelsmedium verwendet werden.

Für den Währungsaustausch ist eine geringe Transaktionsgebühr von ca. 0,00001 XRP aufzubringen. Dieser Betrag wird nicht einbehalten, sondern zerstört. Damit soll das System vor Spam-Angriffen geschützt werden.

Schließlich finanziert sich Ripple Labs ausschließlich über die Wertsteigerung von XRP. Diese erfolgt durch die Verbreitung und Maximierung des Nutzens von XRP für die Nutzer, sodass sich die Nachfrage nach XRP erhöht und aufgrund des limitierten Angebotes die Nachfrage steigt.

Eine ausführliche Anleitung wie du Ripple kaufst, kannst du bei Coin-hero.de finden.

Das Ripple Transaktionsprotokoll (PRXP)

PRXP ist das Protokoll auf dem alles funktioniert. Es ist ähnlich wie bei der Bitcoin-Blockchain ein Open-source-Programm also von jedermann einsehbar. Die Idee hinter PRXP ist, wie oben schon erwähnt, ein universelles Regelwerk zu schaffen, damit Finanzinstitute weltweit aus unterschiedlichen Finanzsystemen heraus miteinander kommunizieren können.

Grundlage hierfür schaffen sogenannte „Gateways“. Diese dienen als Vermittler, in dem sie die Währungen über bestimmte Adressen im Ripple-Netzwerk empfangen und senden. Jedes Unternehmen kann sich registrieren, eine solche Adresse beantragen und dem System beitreten. Jede Währung hat dabei sein spezifisches Gateway.

Die Gateway-Inhaber –  hauptsächlich Banken – geben auf der Grundlage des Ripple-Protokolls Werte aus und bürgen für deren Einlösung. Dieser Vorgang wird auch als „ripplen“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie die Werte (USD, EUR, etc.) „flüssig zu machen“, d. h. in Ripple umzuwandeln.

Die Transaktionsabwicklung basiert auf einem Konsens-Algorithmus. Grundlage ist ein Register mit Kontoständen. Kommt es durch Kauf- oder Verkaufsangebote zu einer Änderung im Register, wird innerhalb von Sekunden eine Einigung hinsichtlich der Änderung im Register und im Rahmen des Konsensverfahrens durch das Ripple-Protokoll gefunden. Damit ermöglicht das Ripple-Protokoll eine schnelle und sichere Transaktionsabwicklung ohne Einbindung einer zentralen Stelle, die entscheidet, welche Transaktionen bestätigt und ausgeführt werden.

Ein von Ripple Lab entwickeltes Softwareprodukt – xCurrent – sei hier im Besonderen noch erwähnt, da ein Partner von Ripple Lab es testen wird. xCurrent ermöglicht es Banken grenzüberschreitende Zahlungen mit End-to-End-Tracking sofort abzuwickeln und nachzuvollziehen.

Banken melden in Echtzeit Zahlungsdetails vor dem Beginn der Transaktion und bestätigen die Lieferung, sobald sie abgeschlossen ist. Hierfür wird ein Regelbuch geführt, das die Einzelheiten und rechtlichen Bedingungen jeder Transaktion festhält und gewährleistet.

Partnerschaften mit Ripple

Mehr als 100 Banken und Zahlungsanbieter sollen sich dem Zahlungsnetzwerk RippleNet bereits angeschlossen haben. Dabei kann Ripple viele namhafte Kunden vermelden: Die schwedische SEB etwa, die Zentralbank in Saudi-Arabien, aber auch Branchenriesen wie die UBS, WesternUnion, SantanderAmerican Express oder MoneyGram, einer der größten Dienstleister für internationalen Zahlungsverkehr.

Anfang des Monats kündigte Ripple an, dass der chinesische Zahlungsdienstleister LianLian International dem Netzwerk Ripples beitritt, um die Software xCurrent nutzen zu können. Die Kooperation soll dabei helfen, den Marktzugang zu Chinas riesigem E-Commerce-Markt zu öffnen.

Fast täglich gibt Ripple neue Partnerschaften bekannt, macht immer wieder von sich reden und akquiriert unaufhaltsam. Damit SWIFT wirklich einmal durch RippleNet abgelöst werden sollte, so ist noch viel Akquise notwendig. SWIFT steuert den Handel von über 10.000 Banken.

Fazit – Kryptowährung Ripple

Auch wenn die Konkurrenz groß ist, so hat Ripple angesichts eines schnell wachsenden Kooperationspartnernetzes riesiges Potential.


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