Kredit für Eigenheim – Welche Kredit-Variante sollte man nutzen?

Üblicherweise wird der Wunsch nach einem Eigenheim zu einem Teil aus bereits vorhandenem Eigenkapital finanziert und den anderen Teil deckt ein Kredit ab. Es gibt verschiedene Formen eines Kredits für ein Eigenheim. Welches Kreditmodell infrage kommt, hängt von den persönlichen Verhältnissen des Kreditnehmers ab. Wie bei der Aufnahme jedes anderen Kredits ist auch bei einem Kredit für ein Eigenheim eine besondere Bonitätsprüfung erforderlich.

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Dazu gehören der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens und eine negative SCHUFA-Auskunft. Falls es nicht möglich ist, diese Nachweise zu erbringen, so kann ein Bürge für den Antragsteller einstehen und im so zu einem Eigenheimkredit verhelfen.

Mit einem Kredit ins Eigenheim

Kredit für Eigenheim - Welche Kredit-Variante sollte man nutzen?Die bekannteste und auch am häufigsten genutzte Form eines Kredits für ein Eigenheim ist ein Kredit auf der Grundlage eines Bausparvertrags. Bei diesem Kredit handelt es sich um ein Forwarddarlehen. Das bedeutet, dass der Kredit erst einige Jahre nach Vertragsabschluss ausgezahlt wird. Ein Bausparvertrag dient der Ansparung eines Eigenkapitals auf dessen Grundlage später ein Bausparkredit vergeben wird.

Die Vorteile eines Bausparvertrags sind die hohen Zinsen auf das angesparte Kapital und die niedrige Verzinsung des Baukredits. Ein weiterer sehr gebräuchlicher Kredit für ein Eigenheim ist ein Tilgungsdarlehen. Als Tilgungsdarlehen wird ein, kurze Zeit nach der Antragstellung gezahlter, Kredit bezeichnet, der anschließend in regelmäßigen Raten zurückgezahlt wird. Diese Raten setzen sich aus einem anteilig zurückzuzahlenden Betrag und dem Zinssatz zusammen.

Dabei verringert sich mit der ständig kleiner werdenden Restschuld auch die Zinshöhe. Diese Form des Kredits für ein Eigenheim eignet sich besonders für Personen, deren zukünftiges Einkommen nur für einen begrenzten Zeitraum überschaubar ist.

Für Kreditnehmer, deren Einkommen auf längere Zeit gesichert ist, kann auch ein Annuitätsdarlehen eine geeignete Kreditform sein. Dabei handelt es sich um ein Darlehen, dessen Rückzahlung in einer bestimmten Anzahl von Raten, die alle gleich hoch sind, erfolgt. Diese Darlehensform eignet sich vor allem für Personen mit unbefristeten Arbeitsverträgen. Eine vierte Darlehensform ist das Festdarlehen.

Dieses Kreditmodell ist besonders günstig für Kreditnehmer, die in absehbarer Zeit eine größere Geldsumme erwarten können, wie aus einer Erbschaft oder einer Lebensversicherung. Ein Festdarlehen ist ein Kredit, der erst am Ende seiner Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt werden muss. Allerdings fallen für die Gesamtlaufzeit des Kredits ständig Zinsen an. Deshalb empfiehlt es sich, für ein Festdarlehen eine möglichst kurze Laufzeit zu wählen.

Die Höhe der Zinsen für die Eigenheimkredite können zwischen den einzelnen Kreditinstituten stark variieren. Es lohnt sich immer, vor der Entscheidung für ein konkretes Kreditangebot, die Konditionen mehrere Kreditunternehmen miteinander zu vergleichen. Zudem können die Kosten für den Eigenheimbau durch das Nutzen der staatlichen Wohnungsbauprämie gesenkt werden. Sie beläuft sich auf acht Prozent der jährlichen Sparaufwendungen.