Filmförderung – finanzielle Unterstützung für Filmschaffende

Obwohl man unter Filmförderung meist die finanzielle Unterstützung von Filmschaffenden versteht, bezieht sie sich auf sämtliche Phasen der Produktion. Von der Beratung bei der Erstellung des Drehbuchs, Auswahl der Schauspieler und letztendlich Realisierung des Projekts bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, wie Werbung, Pressevorstellungen und Preisverleihungen ist jedwede Hilfestellung eine Art der Filmförderung.

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Da gerade die europäische Filmindustrie sehr auf den heimischen Markt ausgelegt und angewiesen ist stellen vor allem die staatlichen Filmförderungen die mitunter größte Bezugsquelle für Unterstützungen dar. In Deutschland sind die Träger zumeist öffentliche Einrichtungen oder Wirtschaftsverbände.

Filmförderung als Darlehen

Filmförderung für EigenproduktionenIn der Regel handelt es sich bei den finanziellen Förderungen um zinslose oder nur bedingt zurück zu zahlende Darlehen, deren Vergabe durch das deutsche (und österreichische) Filmförderungsgesetz (1967) geregelt ist. Das sowohl in Deutschland als auch in Österreich bestehende Film- und Fernsehabkommen regelt auch bei den Fernsehsendern die Unterstützung von Spielfilmen und deren Machern.

Wird ein Film in Eigenproduktion hergestellt ist er in der Regel auf Filmförderung angewiesen, während Auftragsarbeiten, die als reine TV Produktionen gedacht sind, zu 100% von den Fernsehanstalten finanziert werden. Im Gegensatz zum europäischen ist der US-amerikanische Markt kaum auf Filmförderung angewiesen, da er die Kapazität birgt, auch kostenaufwändige Produktionen gewinnbringend in den USA zu vermarkten. Der Vertrieb ins Ausland dient normalerweise der Gewinnerhöhung, nicht der Kostendeckung.

Mit der Gründung der Universum Film AG (UFA) im Jahre 1917 begann die Geschichte der Filmförderung in Deutschland. Zunächst sollte das von Geldern aus der Wirtschaft und dem Bankwesen ausgestattete Unternehmen pro-deutsche Propagandafilme drehen. Auch im Nationalsozialismus förderte der Staat Filmemacher, zumindest indirekt durch die Gründung einer Filmkreditbank.

Als das Fernsehen Mitte der 50er Jahre allmählich begann, den Kinofilm zu verdrängen entwickelte sich die Filmförderung, wie sie heute bekannt ist. Ein Jahr, nachdem das erste deutsche Filmförderungsgesetz verabschiedet wurde rief man 1968 in Berlin die „Filmförderanstalt“ ins Leben.

200 Millionen Euro werden heute pro Jahr in und von Deutschland an Filmemacher vergeben. Damit sind die Bundesländer der größte Förderer Deutschlands. Seit 1979 unterstützen sie lokale Standorte der Filmproduktion auf diese Weise und jährlich steigen die Summen, mit denen junge Künstler subventioniert werden.