Das P-Konto – Tipps und Informationen für Schuldner

Bei einem P-Konto handelt es sich um ein Konto, welches die Kontoinhaber vor Kontopfändungen schützen soll. Mit einem Pfändungsschutzkonto wird das Existenzminimum der Verbraucher geschützt. Ein P-Konto kann von Privatpersonen und Selbstständigen eröffnet und geführt werden. Die Eröffnung eines P-Kontos kann sich für die Verbraucher lohnen und einen gewissen Schutz bieten.

300x250 20banken

Wie kann ein P-Konto eröffnet werden?

P-Konto schützt das Existenzminimum

Um ein P-Konto eröffnen zu lassen, müssen die Verbraucher zur eigenen Hausbank gehen und die Umwandlung des eigenes Girokontos in ein P-Konto beantragen. Dieser Antrag kann auch dann gestellt werden, wenn keine Pfändung des Kontos ansteht. Die eigene Hausbank muss diesen Antrag bewilligen und stellt das Girokonto innerhalb von vier Tagen auf das gewünschte Pfändungsschutzkonto um. Außerdem darf die Hausbank keine höheren Gebühren für das neue P-Konto verlangen.

Die Verbraucher können jedoch keine Gemeinschaftskonten umstellen lassen. Es können immer nur Einzelkonten der Kontoinhaber umgewandelt werden. Bei der Einrichtung des P-Kontos ist die Hausbank dazu verpflichtet, die Einrichtung sowie die Löschung des Pfändungsschutzkontos an die Schufa zu übermitteln. Die Schufa speichert die übermittelten Daten und kann sie bei Bedarf an Dienstleister vermitteln.

Wie lässt sich das Pfändungsschutzkonto benutzen?

Mit einem Pfändungschutzkonto haben die Verbraucher einen Anspruch auf einen unpfandbaren Mindestgrundbetrag von 1.139,99 Euro im Monat. Der unpfandbare Mindestgrundbetrag wird jedes Jahr aktualisiert und kann jederzeit der Pfändungstabelle entnommen werden. Diese Geld darf niemand pfänden, weil es den Lebensunterhalt sichert. Wenn der Kontoinhaber Unterhalt an den Ehegatten zahlen müssen, dann wird der Mindestgrundbetrag automatisch angehoben.

Bei einer Unterhaltspflicht haben die Verbraucher einen Anspruch auf einen Mindestgrundbetrag von 1.480,00 Euro. Wenn zwei Unterhaltspflichten bestehen, dann können die Verbraucher mit einem Mindestgrundbetrag von etwa 1.710,00 Euro rechnen. Wenn die Kontoinhaber in einer Bedarfsgemeinschaft leben und Sozialleistungen beziehen, dann wird der Mindestgrundbetrag angehoben.

Auch das Kindergeld ist auf einem P-Konto sicher angelegt, denn es darf von niemandem gepfändet werden. Allerdings sollten die Verbraucher bei der Bank einen Freistellungsantrag stellen, um das Kindergeld sicher zu können. In der Regel benötigt die eigene Hausbank entsprechende Nachweise, um den Freibetrag bewilligen zu können.

Wenn das pfändungsfreie Geld nicht im aktuellen Monat abgebucht oder restlos verbraucht wird, dann dieses als Restguthaben auf den anderen Monat angelegt werden. Allerdings muss dieses Restguthaben im nächsten Monat auf jeden Fall abgebucht und verbraucht werden. Wenn es nicht geschieht und das Restguthaben weiterhin auf dem Konto liegeben bleibt, dann können es die Gläubiger in Anspruch nehmen.

Es kann sich für die Verbraucher lohnen, das Geld jeden Monat restlos vom Konto abheben zu lassen. Wenn das Geld nicht restlos vom Konto abgehoben wird, dann wird es nicht angespart, sondern kann im nächsten Monat von der eigenen Hausbank eingezogen und an die Gläubiger übermittelt werden.

Wie kann das P-Konto eröffnet werden?

Um ein P-Konto zu eröffnen, müssen die Verbraucher verschiedene Bescheide sammeln und bei der eigenen Hausbank abgeben. Die erforderlichen Unterlagen können problemlos bei den Arbeitgebern, den Familienkassen, den Rechtsanwälten oder den Steuerberatern angefordert werden. Wenn die Unterlagen lange auf sich warten lassen, weil die Arbeitgeber mit der Bearbeitung und Herausgabe der Bescheinigungen warten, dann kann das Vollstreckungsgericht eingeschaltet werden. Dort werden die Unterlagen und Bescheinigungen schnell und unkompliziert bearbeitet und herausgegeben.

Um das Pfändungsschutzkonto eröffnen zu lassen, muss bei der eigenen Hausbank eine Lohnabrechnung des Arbeitgebers eingereicht werden. Wenn das monatliche Einkommen unterschiedlich ausfällt, dann müssen jeden Monat die aktuellen Lohnabrechnungen vorgelegt werden. Wenn die Verbraucher Arbeitslosengeld beziehen, dann müssen sie den aktuellen Bescheid mitbringen und vorzeigen. Zu den weiteren Unterlagen gehören die Bewilligungen für das Kindergeld sowie die Kontoauszüge der letzten sechs Monate.

Außerdem müssen die Antragsteller den gültigen Personalausweis und eventuelle Nachweise für die Unterhaltspflicht vorlegen können. Die Unterhalszahlungen müssen auf den aktuellen Kontoauszügen sichtbar in Erscheinung treten. Wenn Kindergeld bezogen wird, dann müssen auch die Personalausweise der eigenen Kinder vorgelegt werden. In machen Fällen werden auch Melde-, Studien- oder Schulbescheinigungen fällig. Wenn alle Unterlagen und Bescheide vorliegen, können sie der hauseigenen Bank übergeben werden.

Die Bankangestellten überprüfen alle Unterlagen auf die Vollständigkeit und kümmern sich dann um die Eröffnung eines P-Kontos. Wenn alle Bescheide vorliegen und richtig sind, dann steht der Eröffnung eines P-Kontos nichts mehr im Wege.

Lohnt sich das Pfändungsschutzkonto für die Verbraucher?

Dieses Konto kann sich für die Verbraucher in vielen Fällen lohnen. Vor allem bei einer bevorstehenden Pfändung kann das P-Konto das Existenzminimum sichern. Mit dem rückwirkenden Schutz kann die Pfändung des eigenen Kontos sogar vier Wochen vor Eröffnung des P-Kontos verhindert werden. Auch bei einem Insolvenzverfahren kann das Pfändungsschutzkonto den Mindestgrundbetrag erhalten lassen.

Der Treuhänder darf diesen Mindestgrundbetrag nicht freu geben, so dass die Verbraucher von diesem Geld leben können. Wenn das Einkommen über dem aktuellen Mindestgrundbetrag liegt, dann können die Verbraucher einen einen Antrag bei dem Vollstreckungsgericht einreichen, um sie den Freibetrag auf dem Pfändungsschutzkonto vollständig ausschöpfen können.

Dieser Antrag kann zum Beispiel bei einer einmaligen Sonderzahlung in Auftrag gegeben werden.


468x60 sofort

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.