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Die Nachwuchsförderung

Mittwoch, 15. Juli 2009 | Autor: Dirk Löbe

Nachwuchsförderung besteht allgemein aus unterstützenden Maßnahmen und Programmen, die besondere Begabungen bei jungen Menschen fördern und entwickeln sollen. Im Allgemeinen gibt es finanzielle, manchmal auch fachliche Hilfen, die es den Geförderten ermöglichen, sich voll auf ihre Ziele zu konzentrieren und überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Am häufigsten sind Förderungen im wissenschaftlichen und sportlichen Bereich. Im Hintergrund steht dabei grundsätzlich der Gedanke, dass internationale Wettbewerbsfähigkeit nur durch frühe Förderung überdurchschnittlicher Fähigkeiten erreicht werden kann.

In der Öffentlichkeit weithin bekannt sind die Nachwuchsförderungen im Bereich des Sports. In vielen Sportarten wie Fußball, Basketball oder Judo wird von den jeweiligen Verbänden oder aber von anderen Einrichtungen (zum Beispiel Sparkassen) Nachwuchsförderung betrieben. Talente erhalten so frühzeitig die notwendige Unterstützung in materieller und fachlicher Hinsicht, um sich bestmöglich zu entwickeln. Der DFB hat beispielsweise beim Fußball ein straffes System eingerichtet, das Sichtungen auf Kreis- und Landesebene vorsieht und im Idealfall die jungen Fußballer bis zur Junioren-Nationalmannschaft führt. Für die Sponsoren ist der Werbeeffekt nicht unerheblich, der durch gute Leistungen der Geförderten und der entsprechenden Würdigung durch Presse und öffentliche Stellen entsteht.

Auch an den Hochschulen wurde die Bedeutung der Nachwuchsförderung früh erkannt. Oft sind im Massenbetrieb der Universitäten weitergehende Forschungen für Jungakademiker kaum möglich. Nachwuchswissenschaftler müssen aber die Möglichkeit haben, auf zukunftsträchtigen Gebieten eigenständig zu forschen. Dies kann häufig nur durch gezielte Förderung etwa durch Stiftungen erreicht werden.

Auch der Staat greift hier unterstützend ein. So gibt es Bundesministerien, denen in ihren Ressorts verlässliche empirische Studien zu wichtigen Grundlagen fehlen, zum Beispiel im Bereich der Bildung. So unterstützt das Bildungsministerium junge Promovierende, wenn sie sich gezielt mit offenen Fragestellungen in bestimmten Bereichen beschäftigen und hier grundlegende Arbeiten leisten. Die Zuwendung geschieht dabei in erster Linie durch finanzielle Unterstützung.

Natürlich hat es sich auch in der Wirtschaft herumgesprochen, dass Nachwuchsförderung immer auch Zukunftssicherung der Unternehmen und der deutschen Wirtschaft bedeutet. Nachwuchsförderung wird hier als eine wesentliche Investition gesehen, um den Forschungsstandort Deutschland auch in Zukunft zu sichern. So ist es z.B. Ziel einiger Stiftungen, den Ingenieursmangel zu beheben. Dahinter steckt der Gedanke, dass Deutschland nicht billiger produzieren kann als zum Beispiel China, aber besser. Diesen Wettbewerbsvorsprung gilt es zu behaupten – und hierzu ist die gezielte Nachwuchsförderung ein wesentliches Mittel.



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