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Begabtenförderung

Donnerstag, 18. Juni 2009 | Autor: Dirk Löbe

In der Regel besteht die Begabtenförderung hauptsächlich in der staatlichen Förderung von Studenten. Studienzuschüsse werden dabei in Form von Stipendien durch Stiftungen oder Begabtenförderwerke an leistungsstarke Studenten vergeben. Nicht nur für Studenten gibt es die Begabtenförderung. Auch Schüler haben inzwischen die Möglichkeit, gefördert zu werden. Dies geschieht vor allem bei Wettbewerben, an Spezial- und Hochbegabtenschulen sowie in spezialisierten Ferienlagern.

Die bekanntesten Wettbewerbe für Schüler sind “Jugend forscht” oder auch “Jugend musiziert”. Für Studenten gibt es ebenfalls viele Stipendienprogramme. Allein in Deutschland gibt es elf große Förderwerke. Hierzu gehören unter anderem die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder auch die Heinrich-Böll-Stiftung.

Bereits in der DDR gab es viele Einrichtungen zur Förderung begabter Schüler. Russischschulen sowie mathematisch-naturwissenschaftliche Schulen waren in allen Bezirken der DDR vertreten. Viele dieser Schulen sind mittlerweile Gymnasien mit einem speziellen Profil (z. B. Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig oder Heinrich-Hertz-Gymnasium Berlin). Im Jahr 1964 wurden an einer DDR-Hochschule erstmals Spezialklassen für Chemie gegründet. Schon vor dem Abitur wurden hier hochbegabte Schüler in den Forschungsbetrieb der Hochschule eingebunden. Mitte der 60er Jahre entstanden dann weitere Spezialklassen an Unversitäten in Rostock, Berlin, Halle oder auch Magdeburg mit den Fachgebieten Physik und Mathematik.

Die Begabtenförderung hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem jungen Menschen eine Unterstützung bei der Entfaltung ihrer Interessen und Fähigkeiten zu bieten. Ziel ist es, den Nachwuchs für Bildung und Wissenschaft zu sichern und gute Kräfte für Wirtschaft und Staat zu fördern. Der Grundgedanke aller Begabtenförderungswerke ist die Förderung und Entdeckung von individuellen Fähigkeiten. Bei der Begabtenförderung in Form von Stipendien handelt es sich meist um finanzielle Unterstützung. Die Vergabe der Stipendien richtet sich dabei oft nach politischen und sozialen Kriterien und vor allem nach guten Leistungen. Ein Stipendium wird im Normalfall nur nach schriftlicher Bewerbung bei der jeweiligen Stiftung vergeben.

Bereits im 16. Jahrhundert wurden Stipendien erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurden die Stipendien dann nicht mehr nur an Studierende vergeben, sondern auch an Arbeiter aus dem Kunst- und Handwerksbereich. Die Begabtenförderung beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf die schulischen Leistungen des Bewerbers. Oft ist neben der Persönlichkeit auch das Engagement für soziale Projekte ausschlaggebend. Zwar spielen die Noten bei der Vergabe eines Stipendiums eine wichtige Rolle, sind aber nicht allein entscheidend. Eigentlich fast alle Förderer stellen dennoch “Erwartungen” an die Stipendiaten. Auch während der vorlesungsfreien Zeit sollte man so an Vorlesungen und Treffen teilnehmen und einmal jährlich einen Bericht verfassen.



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