Tagesgeld
Montag, 1. Dezember 2008 | Autor: Dirk Löbe
Tagesgeld ist eine moderne Form, sein Geld nicht nur kurzfristig anzulegen, sondern es auch zu vermehren. Es ist damit den konservativen Anlageformen wie etwa Sparbuch oder Girokonto weit überlegen. Das vom Anleger ersparte Kapital liegt auf einem Tagesgeldkonto, das jedoch nicht mit einem herkömmlichen Girokonto vergleichbar ist. Im Gegensatz zu diesem können hier keinerlei Transaktionen getätigt werden, da es ein Konto auf Guthabenbasis ist. Mittels eines vorher festgelegten Referenzkontos kann per Überweisung Geld transferiert werden.
Tagesgelder weisen eine hohe Flexibilität auf, da der Kunde täglich über sie verfügen kann und keinerlei Kündigungsfristen einhalten muss. Auch in puncto Sicherheit kann das Tagesgeld punkten: Sie unterliegen der Einlagensicherung, das heißt, der Anleger bekommt bei einer möglichen Pleite der Bank in jedem Fall 90 Prozent seines Ersparten zurück, maximal jedoch 20.000 Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass das Bankinstitut dem Einlagensicherungsfonds deutscher Banken angehört.
Gewiefte Sparer profitieren vom sogenannten ‘Tagesgeldhopping‘, bei dem der Kunde von unterschiedlichen Zinssätzen der Banken profitiert. Bei regulären Sparkonten liegt der durchschnittliche Zinssatz nur bei 0,5 bis 1,5 Prozent im Jahr, bei Tagesgeldkonten kann der Zinssatz hingegen schon mal über die fünf Prozent-Marke steigen. Da Zinsen bei verschiedenen Bankinstituten starken Schwankungen unterlegen sind, wählt der kluge Anleger, die Bank mit dem aktuell höchsten Zinssatz. Besonders Neukunden ziehen bei geschickter Vorgehensweise ihren Nutzen aus dem Tagesgeldhopping. Da Banken bestrebt sind, ständig neue Kunden für ihre Tagesgeldkonten zu gewinnen, kommen diese in den Genuss besonders attraktiver Zinsen. Nach Ablauf der Frist für Neukunden eröffnet der Partner bei demselben Bankinstitut ein Tagesgeldkonto und erhält die hohen Zinsen.
Zinsen werden in der Regel viertel- oder halbjährlich fällig, können aber theoretisch auch schon nach dem ersten Tag abgehoben werden. Bereits ab dem ersten Euro – meist verlangen die Banken keine Mindesteinlagesumme – können sich die Zinsen vorteilhaft auswirken. In der Regel fallen für die Verwaltung des Tagesgeldkontos keine Gebühren an, sodass der Kunde nur Vorteile genießt.
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